{"id":335,"date":"2018-10-21T17:06:45","date_gmt":"2018-10-21T16:06:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/?p=335"},"modified":"2018-10-21T18:24:56","modified_gmt":"2018-10-21T17:24:56","slug":"kooperative-praxis-als-weitere-konfliktlosungsmethode-der-kanzlei-kellner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/kooperative-praxis-als-weitere-konfliktlosungsmethode-der-kanzlei-kellner\/","title":{"rendered":"Kooperative Praxis als weitere Konfliktl\u00f6sungsmethode der Kanzlei Kellner"},"content":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit hat eine weitere Methodik zur Konfliktl\u00f6sung und Streitbeilegung aus dem US-amerikanischen Rechtsraum Eingang auch in Europa gefunden, die \u201ekooperative Praxis, engl. \u201ecollaborative law\u201c oder \u201ecollaborative practice\u201c.<\/p>\n<p>Dabei handelt es sich faktisch um die Kombination der klassischen anwaltlichen Vertretung einer Partei mit der Vorgehensweise und Methodik mediativer Verfahren.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur \u201enormalen\u201c Mediation unter der Leitung eines neutralen Mediators suchen alle Parteien mithilfe ihrer jeweiligen Anw\u00e4lte innerhalb eines der Mediation angen\u00e4herten Verhandlungsverfahrens gemeinsam eine L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur \u201ereinen\u201c anwaltlichen Vertretung entwickeln die beteiligten Anw\u00e4lte gemeinsam eine L\u00f6sung, die allen Parteien gerecht wird und nicht eine Partei einseitig bevorteilt. Alle Parteien willigen bei Verfahrensbeginn ein, dass ihr jeweiliger Anwalt nicht das f\u00fcr sie individuell g\u00fcnstigste Ergebnis sucht, sondern gemeinsam mit den Gegenanw\u00e4lten die f\u00fcr alle akzeptable und damit ggf. aus der individuellen Sicht \u201ezweitbeste\u201c L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Bei der Vertragsgestaltung f\u00fcr die kooperative Praxis ist es \u00fcblich, dass die beteiligten Anw\u00e4lte sich verpflichten, die Parteien in einem sich eventuell doch noch anschlie\u00dfenden Gerichtsverfahren nicht weiter zu vertreten, um nicht im Voraus das geplante Verhandlungsverfahren mit dem Damoklesschwert des drohenden Gerichtsverfahrens zu erschweren. F\u00fcr diesen Fall m\u00fcssen sich die Parteien also andere anwaltliche Vertreter suchen.<br \/>\nAllerdings bleibt anzumerken, dass ein Mediator, der auch als Anwalt t\u00e4tig ist, auch bei einem reinen Mediationsverfahren keine der Parteien anschlie\u00dfend au\u00dferhalb der Mediation weiter vertreten darf. Insoweit liegt hier bei der kooperativen Praxis also kein Unterschied zur Mediation vor.<\/p>\n<p>Die Kanzlei Kellner hat mit dem Verfahren der kooperativen Praxis ebenso Erfahrungen gesammelt wie mit der reinen Mediation. Deshalb k\u00f6nnen wir bei Interesse diese Methodik als eine weitere Konfliktl\u00f6sungsalternative ebenfalls anbieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit hat eine weitere Methodik zur Konfliktl\u00f6sung und Streitbeilegung aus dem US-amerikanischen Rechtsraum Eingang auch in Europa gefunden, die \u201ekooperative Praxis, engl. \u201ecollaborative law\u201c oder \u201ecollaborative practice\u201c. Dabei handelt es sich faktisch um die Kombination der klassischen anwaltlichen Vertretung einer Partei mit der Vorgehensweise und Methodik mediativer Verfahren. Im Gegensatz zur \u201enormalen\u201c Mediation [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2,6],"tags":[97,114,94,113,121,122],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/335"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=335"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/335\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":344,"href":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/335\/revisions\/344"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kanzlei-kellner.org\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}